Cloud Computing

Virtual Private Cloud (VPC): Ihre Cloud, Ihre Regeln

Erfahren Sie, wann eine dedizierte Cloud-Infrastruktur die richtige Wahl ist und wie Shared Cloud und VPC sinnvoll zusammenspielen.


Es beginnt meist nicht mit einer großen Entscheidung, sondern mit kleinen Reibungspunkten: Die Antwortzeiten einer geschäftskritischen Applikation schwanken. Ein Audit fragt nach physischer Isolation der Daten. Das Lizenzmodell einer neuen Software setzt einen bestimmten Hypervisor voraus. Und irgendwann stellt sich die Frage, ob die bestehende Cloud-Infrastruktur noch die richtige Grundlage ist. Oder ob es Zeit ist, auf eine dedizierte Umgebung zu wechseln.

Diese Frage stellen sich gerade viele IT-Verantwortliche. Laut dem Barclays CIO Survey 2025 planen 86 % der CIOs, mindestens einen Workload aus der Public Cloud zurückzuholen — der höchste je gemessene Wert. Speziell für Deutschland zeigt der Bitkom Cloud Report 2025: Private Cloud liegt mit 74 % deutlich vor Public-Cloud-Angeboten, und jedes zweite Unternehmen überdenkt gerade seine Cloud-Strategie grundlegend.

Exklusiv statt geteilt: die Vorteile einer Virtual Private Cloud

Eine Lösung taucht dabei immer wieder auf: die Virtual Private Cloud. Unsere CompanyCloud VPC funktioniert so: Nodes und Storage gehören exklusiv Ihnen — geteilt werden nur Rack, Netzwerk und Backup-Infrastruktur im Rechenzentrum. Sie bekommen die Kontrolle einer Private Cloud, ohne deren vollen Betriebsaufwand.

Unsere Kunden profitieren von planbaren Kosten, einer Infrastruktur, die mit ihrem Unternehmen wächst, hoher Verfügbarkeit und der Freiheit, ihre Cloud-Umgebung nahtlos mit bestehenden Systemen und Public-Cloud-Plattformen zu verbinden.

🌥️Shared Cloud und VPC — kurz erklärt

Bei einer „Shared Cloud“ teilen sich mehrere Kunden dieselbe physische Hardware. Viele „Public-Cloud“-Angebote, also Cloud-Umgebungen, die von einem Anbieter zur Verfügung gestellt werden, funktionieren nach diesem Prinzip: kosteneffizient, schnell skalierbar — aber ohne physische Trennung. Eine Virtual Private Cloud (VPC) geht einen Schritt weiter: Nodes und Storage sind exklusiv für einen Kunden reserviert. Mehr Kontrolle, klare Trennung, kalkulierbare Kosten.

 

🚦 Wann VPC die richtige Wahl ist 

 Es gibt keine universelle Antwort auf die Frage, welches Modell besser passt. Aber es gibt klare Situationen, in denen eine dedizierte Umgebung die stärkere Wahl ist. 

1. Ihre Applikationen brauchen garantierte Performance

Applikationen mit konstant hohem Ressourcenbedarf — ERP-Systeme, Datenbanken, VDI-Umgebungen — laufen auf dedizierter Hardware stabiler und vorhersehbarer. Latenz und Durchsatz bleiben konstant, unabhängig von der Auslastung anderer Umgebungen.


2.  Compliance wird durch physische Isolation einfacher 

 DSGVO, BSI-Grundschutz, KRITIS: Manche Regularien verlangen oder vereinfachen den Nachweis erheblich, wenn die Infrastruktur physisch dediziert betrieben wird. In einem eigenen Cluster lautet die Antwort auf "Wer hat Zugriff auf dieselbe Hardware?" eindeutig: niemand außer Ihnen — was Audits und Dokumentationspflichten spürbar vereinfacht. 


3. Ihre Software setzt VMware voraus

SAP, Citrix und zunehmend KI-Frameworks setzen VMware voraus. Wer auf VMware angewiesen ist, braucht eine Umgebung, in der das Stack vollständig und exklusiv betrieben wird — nicht auf geteilter Hardware.


4. Der Ressourcenbedarf rechtfertigt ein eigenes Cluster

Ab einem bestimmten Footprint ist ein eigenes Cluster wirtschaftlich und operativ der sinnvollere Rahmen . Als Orientierung: Wer regelmäßig mehr als 100 vCPU, 400 GB vRAM und 15 TB Storage benötigt, erreicht den Punkt, an dem eine dedizierte Umgebung wirtschaftlich vergleichbar oder günstiger wird — bei deutlich mehr Kontrolle.


5. Ausfall ist keine Option

Wer standortübergreifende Redundanz braucht, findet im Multi-Site Stretched Cluster eine dedizierte Lösung: zwei aktive Rechenzentrumsstandorte, eine vertragliche Verfügbarkeit von 99,9 % pro Monat. 

Praxisszenarien: Wer kombiniert was — und warum?

VPC bedeutet nicht, alles auf dedizierte Infrastruktur zu migrieren. Die meisten Unternehmen kombinieren: kritische Workloads auf VPC, alles andere auf Shared.

Szenario Nr. 1: Kritische Applikationen dediziert, der Rest auf Shared

SAP läuft auf dem VPC-Cluster, weil Performance und Lizenz es erfordern. Die allgemeinen Server-Workloads bleiben auf Shared — schnell skalierbar, kosteneffizient. Jeder Workload dort, wo er hingehört.

Szenario Nr.2: Höchste Verfügbarkeit für den Kern, Shared für Test und Entwicklung

Kernapplikationen laufen auf einem Stretched Cluster über zwei Rechenzentren. Test- und Entwicklungssysteme laufen auf Shared. Maximale Verfügbarkeit wo nötig, Kosteneffizienz wo möglich. 

Szenario Nr.3: VMware behalten, trotzdem modernisieren

Die VMware-Umgebung bleibt für den Hauptworkload erhalten. Parallel wird der Desktop-Betrieb auf eine zweite dedizierte Plattform migriert. Zwei Welten, ein Betriebsmodell.

 

✅ Die Entscheidung auf einen Blick

Keine Checkliste kann die individuelle Analyse ersetzen. Aber als Orientierung: Eine Virtual Private Cloud on VMware lohnt sich in der Regel, wenn mindestens zwei der folgenden Punkte zutreffen.

  • Bestehende oder geplante Software setzt VMware als Hypervisor voraus — etwa SAP, Citrix, VDI- oder KI-Frameworks
  • Compliance- oder Audit-Anforderungen erfordern nachweisbare physische Isolation
  • Geschäftskritische Applikationen reagieren sensibel auf Performance-Schwankungen
  • Die Verfügbarkeitsanforderungen übersteigen 99,5 % und erfordern standortübergreifende Redundanz
  • Der Ressourcenbedarf liegt bei oder wächst in Richtung von 100 vCPU, 400 GB vRAM und 15 TB Storage

Für wen VPC (noch) nicht die richtige Wahl ist: Unternehmen mit überwiegend variablen, kurzfristig skalierten Workloads, kleinerem Ressourcenfootprint oder ohne spezifische Hypervisor- oder Compliance-Anforderungen sind in einer Shared-Umgebung oft besser aufgehoben. Sie können jederzeit wechseln, wenn sich die Anforderungen verändern.

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Fazit: Die richtige Infrastruktur für den richtigen Workload

Die Entscheidung zwischen Shared und dediziert ist keine technische Grundsatzfrage, sondern eine strategische. Wer seine Workloads kennt, seine Compliance-Anforderungen versteht und langfristig plant, findet klare Antworten.

Die CompanyCloud VPC ist ein Baustein innerhalb eines größeren Rahmens: dem CompanyCloud Framework, das Shared, VPC und Housing unter einem Betriebsmodell zusammenführt und über den Medialine Cloud Hub mit Azure, AWS und Google Cloud verbindet. Kein Lock-in in eine Richtung, sondern die Freiheit, jeden Workload dort zu betreiben, wo er hingehört.

Wenn Sie prüfen möchten, ob und welche Ihrer Workloads von einer dedizierten VMware-Umgebung profitieren würden, sprechen Sie uns an. Wir schauen gemeinsam auf Ihre Situation mit konkreten Empfehlungen.

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