Zwischen Strategie und Praxis: CloudFest, CubeKon und Accelerate

Andere Veranstaltungen brachten mehr konkrete Brücken zwischen strategischer Ausrichtung und praktischer Anwendung. Auf dem CloudFest im Europapark Rust beispielsweise, an dem wir gemeinsam mit unserem australischen Partner MultiPortal teilnahmen, positionierte sich die Cloud nochmal stärker als Teil von Geschäftsstrategien, die je nach Workload und Anwendung zunehmend hybrid gedacht werden.
Ausgangspunkt dafür ist ein Denken von der Plattform aus, die auch in der internationalen Zusammenarbeit weiter Stärke gewinnt. Es zeigte sich: Anwenderinnen und Anwender haben den größten Nutzen von der Cloud, wenn Architektur, Betrieb und Geschäftsmodell zusammen gedacht werden.
Die KubeCon in Amsterdam brachte mehr Erkenntnisse aus der Betriebsrealität: Mit ihrem Fokus auf Kubernetes zeigte die Veranstaltung, dass die Plattform auch zunehmend zentral wird für AI-Workloads und moderne Anwendungen. Ein kritischer Erfolgsfaktor bei immer weiter steigender Komplexität: Observability, um schnelles Reagieren und Überblick gewährleisten zu können. Strategisch sind Skalierbarkeit, Transparenz und Automatisierung entscheidend, damit genannte steigende Komplexität nicht zum Risiko wird.

Die Fortinet Accelerate nahm verstärkt die Security-Perspektive ein: Die Bedrohungslagen in der IT werden dynamischer, automatisierter und schwerer vorherzusehen. Auch in der Cybersecurity entwickelt sich das Denken vermehrt in Richtung integrierte Plattform, weg vom Einzelprodukt. Securityanwendungen müssen proaktiv in Architektur und Betrieb verankert sein, um mithilfe von Zero Trust und KI-Unterstützung zentrale Anforderungen zu erfüllen. Das bedeutet: Security wird zum Infrastrukturthema, das direkt relevant ist für Anwenderinnen und Anwender.
Kurzum: Die Diskussionen wurden auch hier technischer und konkreter. Es wurde nicht mehr über die reinen Möglichkeiten in der Anwendung gesprochen, sondern um deren Umsetzbarkeit im Betrieb. Skalierbarkeit, Souveränität und Security müssen integrale Bestandteile moderner Plattformen und Architektur sein, um strategisch langfristig Erfolg und Wachstum zu bringen.
Kundenkontakt und Unternehmensalltag: Wo Strategie am Ende wirkt
Und dann waren da noch die konkreten Formate, bei denen es vorrangig um das Tagesgeschäft unserer Kunden geht. Bei denen Markttrends nicht nur besprochen, sondern mit realen Anforderungen aus dem Unternehmensalltag zusammengebracht werden. Denn hier wird sichtbar, was wirklich trägt.

Bei verschiedenen Ausgaben der regionalen Digital-X-Veranstaltungen in München und Mainz wurden die Kundengespräche deutlich konkreter als in den Vorjahren. Es zeigte sich deutlich: Viele Unternehmen haben die Orientierungsphase hinter sich gelassen. Es geht nicht mehr um „was ist möglich“, sondern um „was ist sinnvoll – und was ist jetzt zu tun“. Dabei ist es egal, ob es um KI in realen Prozessen, souveräne Cloud-Modelle, IT-Security oder belastbare Infrastrukturentscheidungen geht: Unsere Kunden suchen vermehrt nach Einordnung, Priorisierung und Übersetzung bei IT-Strukturen, bei denen der Bedarf an Orientierung steigt und das Schlagwort Digitalisierung konkreter wird. Sie suchen nach Partnern, die Zusammenhänge mit Expertise erklären können, während gleichzeitig realistische Schritte eingeleitet werden, die wirkliche Mehrwerte bringen.

Auch bei der ELO Horizons 2026 zeigte sich, dass sich der Mehrwert von IT vor allem dort zeigt, wo sie in den Arbeitsalltag eingreift und spürbare sowie messbare Verbesserungen schafft. Gerade Automatisierung und ECM-Systeme gewinnen an Bedeutung, weil sie eben diese konkreten Effizienzgewinne liefern. Denn im Alltag wird der Mehrwert von Technologie nicht daran gemessen, welche Vision angestrebt wird, sondern ob Prozesse wirklich vereinfacht und beschleunigt werden.
Apropos Mehrwerte: Auf der „Impulse für Systemhäuser 2026“ von Synaxon wurde deutlich, dass das klassische Systemhausgeschäft aufgrund der technologischen Entwicklungen unter Transformationsdruck steht. Kunden erwarten nicht mehr nur bloße Umsetzung von Projekten, sondern Beratung, Einordnung und strategische Begleitung. In der zunehmend komplexeren Landschaft aus Plattformen, Anwendungsmöglichkeiten und Veränderungen durch KI müssen Anbieter, die weiter erfolgreich sein wollen, technologische Tiefe mit einem klaren Businessnutzen verknüpfen. Sie sind nicht mehr bloßer Umsetzer, sondern müssen sich als strategischer Partner positionieren.