Im Interview

Im Interview: Isabel Burkert-Götzinger & Leonie Seidel

Wir haben uns mit Isabel Burkert-Götzinger und Leonie Seidel über unser neues Frauennetzwerk unterhalten. Es geht um die Idee dahinter, die Pläne damit und eine Vision für die Zukunft.


Medialine: Hallo Isabel, Hallo Leonie! Schön, dass ihr euch Zeit genommen habt. Zu Beginn des Interviews verfahren wir wie immer: Stellt euch beide bitte vor, wer ihr seid, was ihr macht und was eure Aufgaben sind. Isabel, magst du anfangen? 

Isabel Burkert-Götzinger: Vielen Dank für die Einladung, hallo! Gern. Mein Name ist Isabel Burkert Götzinger, ich bin Head of Human Relations bei der Medialine Security. Das bedeutet, ich arbeite hauptsächlich in der Personal- und Organisationsentwicklung. Im Prinzip bin ich zuständig für alle Themen rund um die Themen Ausbildung und Weiterbildung. Dazu gehört aber auch, dass ich sowohl Teams als auch Einzelpersonen in Workshops, Beratungen und Coachings begleite – beispielsweise, wenn jemand eine neue Rolle im Unternehmen einnimmt und Unterstützung bei seinen Aufgaben braucht. 

Leonie Seidel: Hallo auch von mir. Ich bin Leonie Seidel und ich arbeite als duale Studentin im Marketing. Aktuell bin ich im fünften Semester. Ich betreue vor allem die Themen Nachhaltigkeit und soziale Projekte bei uns, kümmere mich dabei um Koordination wie Kommunikation. Darüber hinaus bin ich in viele Projekte eingebunden, in denen es ums Schreiben geht, sprich: Aufgaben wie Newsletter, Datenblätter oder Whitepaper. 

Medialine: Leonie, du bist ja eine der Initiatorinnen des neuen Frauennetzwerks der Medialine Group. Kannst du zu Beginn einen Eindruck davon vermitteln, was genau dieses Frauennetzwerk ist?

 

Medialine: Eine tolle zusätzliche Initiative von dir und deinen Kolleginnen! Ein weiterer schöner Schritt in die richtige Richtung, die in der Unternehmens-DNA von Anfang an Kernbestandteil war. Kannst du uns als Beispiel ein Thema nennen, das zukünftig durch euer Netzwerk noch mehr in den Fokus gerückt werden soll? 

Leonie Seidel: Wir haben bereits einen Kick-off gemacht, in dem wir uns in großer Runde mit allen Interessentinnen darüber ausgetauscht haben, was wir mit dem Frauennetzwerk überhaupt erreichen wollen. Der Austausch erfolgt auf Grundlage einer Umfrage, die im Vorhinein verschickt wurde. Isabel ist in der Vorbereitung für unseren nächsten Termin – kannst du ein bisschen mehr darüber erzählen? 

Isabel Burkert-Götzinger: Ja, gerne! Die Ergebnisse der Umfrage waren eindeutig, auch die Anzahl der Teilnehmerinnen war signifikant! Das Thema, das den meisten Zuspruch gewann und das meiste Interesse weckte, war „Selbstmarketing und Selbstwert“. 

Im Kick-Off haben wir das daraufhin gemeinsam mit den Teilnehmerinnen weiter auseinander geclustert: Was bedeutet das eigentlich? Beide Felder des Themas bieten Raum, tiefer in psychologische Themen einzutauchen, vielleicht können dabei verschiedene Tools, Methoden oder Hilfestellungen unterstützen. Dafür war es wichtig, die Erwartungshaltung der Teilnehmerinnen einschätzen zu können – wenn wirklich etwas umgesetzt werden soll, muss es schließlich auf den Interessen der Gruppe aufbauen. 

Wir haben gemeinsam drei große Themen identifiziert. Erstens: Was sind meine Stärken und meine Werte? Zweitens: Was ist meine Expertise in meinem spezifischen Arbeitskontext und Fachkontext? Drittens: Wohin möchte ich, was will ich verbessern und wo darf ich nein sagen? Dazu kamen noch innere Souveränität, Sichtbarkeit und Vernetzung – du merkst, das war ein sehr großer Blumenstrauß an Facetten (lacht). Im nächsten Schritt werde ich daraus jetzt ein Konzept für den ersten Workshop ausarbeiten. 

Medialine: Sehr, sehr spannend! Ich würde gerne zunächst nochmal einen Schritt zurückgehen und mehr über die Entstehung erfahren: Leonie, du als Gründungsmitglied: Kannst du noch mehr darüber erzählen, wie es zu der Idee kam? 

Leonie Seidel: Gern. Ich habe im vergangenen Jahr den Nachhaltigkeitsbericht für 2025 erstellt und habe mich im Zuge dessen mit den Themen Frauen und Frauenquote in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Meine Erkenntnisse daraus waren: Wir sind in unserer Branche und für unsere Branche bereits sehr gut aufgestellt! Trotzdem: Es ist immer noch Platz nach oben (lacht).

Im Anschluss habe ich das Gespräch mit Saskia (Head of PR and Communication, Group) dazu gesucht, denn ich wollte das vorantreiben. Daraufhin bildete sich ein kleines Team aus verschiedenen Abteilungen. Beispielsweise ging es im Hinblick auf Recruiting darum, wie wir die Gruppe gerade als Arbeitgeber für Frauen nach außen hin attraktiver machen können – aber eben auch, wie wir die Frauen, die bereits im Unternehmen sind, noch weiter fördern können. Wir haben uns hier auch von bestehenden Initiativen inspirieren lassen und den Kontakt zu weiteren Frauen in der Branche gesucht. 

Wir waren letztes Jahr beispielweise bei der Women In Tech Night 2025 und haben dort wertvolle Denkanstöße für unser Netzwerk gewinnen können. Dieses Netzwerk ist für uns ein weiterer Schritt, um unsere bereits etablierten Möglichkeiten für Austausch in der Unternehmensgruppe um eine wertvolle Dimension zu erweitern.  

Die IT ist eine männerdominierte Branche, das lässt sich nicht weg reden. Und die Frauen, die in ihr arbeiten, sind oftmals in HR, Marketing oder im Backoffice. Über das Netzwerk sollen Brücken geschaffen werden, damit die weibliche Präsenz in der IT noch mehr etabliert wird.

Damit sich die Frauen innerhalb der Unternehmen der Gruppe miteinander vernetzen und voneinander lernen können. Wir wollen ein Gefühl schaffen von: Du bist nicht allein, wir können gemeinsam Lösungen finden für Probleme, mit denen wir alle gleichermaßen konfrontiert sind. Die Vision ist, dass alle Personen innerhalb des Netzwerks immer wissen, wen sie ansprechen können – auch und besonders über Team- oder Unternehmensgrenzen hinaus. 

Medialine: Wow, das klingt beeindruckend! Eine sehr inspirierende Vision. Isabel, wie hast du reagiert, als du zum ersten Mal mit der Idee in Kontakt gekommen bist? 

Isabel Burkert-Götzinger: Ich fand sie natürlich grandios! Leonie hat bei mir da offene Türen eingerannt. In meinem Bereich Human Relations bin ich auch sehr dahinter, den Frauenanteil auch in den technischen Feldern aktiv zu erhöhen.   

Das Thema ist mir persönlich wichtig: Bevor ich bei der Medialine Group war, hatte ich lange Zeit eine Führungsposition in mittlerer Managementebene inne und bin dort bereits ähnlichen Themen begegnet. Ich möchte an dieser Stelle mit meinem Wissen ein Vorbild sein, möchte meine Erfahrung teilen und es anderen Frauen ermöglichen, dass sie ihren Weg gehen können. 

Im gemeinsamen Gespräch haben wir uns auch über die Sinnhaftigkeit des Netzwerks ausgetauscht und uns aktiv mit den kritischen Stimmen auseinandergesetzt: Wir können das System allein nicht verändern, der aktuelle Zustand ist nicht unsere Schuld. Wieso also der Aufwand? Die Antwort, die wir darauf gefunden haben: Wir warten nicht auf Systemveränderung, wir versuchen, Dinge für uns selbst zu verändern. Vielleicht kann man sogar manchmal eine Lawine auslösen – je nachdem, wie viele Menschen und wie viele Frauen gemeinsam am Thema arbeiten. 

Medialine: Das ist ein sehr inspirierender Gedanke! Das Lösungsorientierte und Aktive daran bringt alle Beteiligten in die eigene Handlungsfähigkeit zurück, und das schafft Momentum als Gruppe. Schöne Dynamik! Wie sind denn die die Pläne für das Netzwerk im kommenden Jahr, was habt ihr damit noch vor? 

 

Leonie Seidel: Das Netzwerk soll die Arbeit, die bisher in die Förderung von Frauen im Unternehmen geflossen ist, beschleunigen und weiter ausbauen. Wir wollen gemeinsam noch mehr zu erreichen, Bestehendes weiter vernetzen. Initiative zu ergreifen, muss nicht immer aus bestehender Not heraus erfolgen. In diesem Fall ist sie ein Resultat des bereits fruchtbaren Bodens aus Unternehmenskulturen und Überzeugungen, 

Ich würde gerne ergänzend nochmal etwas wiederholen, das ich am Anfang schon mal gesagt habe: Wir wollen nicht nur von Termin zu Termin springen, sondern dass wirklicher Austausch entsteht. Über einen gemeinsamen Chat sind wir in der Gruppe in ständigem Austausch, schicken uns Impulse und hilfreiches Material. Es wächst immer mehr eine Atmosphäre, in der klar ist: „Wenn ich ein Problem oder eine Herausforderung habe, weiß ich, an wen ich mich wenden kann.“ Wir wachsen noch stärker als Gruppe zusammen, als bisher – da steckt viel Potenzial drin.  

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Medialine: Der Gemeinschaftsaspekt daran ist etwas wirklich Schönes! Dass du das Netzwerk auch auf die Schultern der bereits geleisteten Arbeit stellst, ist sehr wertschätzend. Als Abschluss würde mich interessieren: Wenn man euch in euren Bemühungen unterstützen mag, unabhängig vom eigenen Geschlecht oder einer Geschlechtsidentität – wie macht man das am besten? 

Isabel Burkert-Götzinger: Mir fallen da tatsächlich ein paar Sachen ein: Wir möchten zu unseren Terminen auch gerne Gäste einladen, die Ergänzungen oder Perspektiven reinbringen können. Hier wollen wir ausdrücklich alle Menschen in der Gruppe einschließen. Die einhellige Meinung im Kick-Off war: Wir wollen Männer nicht ausschließen. Es macht auch keinen Sinn – schließlich ist ein Netzwerk immer Teil eines größeren Systems. Das bedingt sich gegenseitig. 

Wir wollen Austausch, wir sind offen für Teilhabe! Die Grundidee ist, das Gesamtsystem verändern zu wollen. Und mit diesem Ziel wird Bewegung aus jeder Richtung mit offenen Armen empfangen. Wer etwas beitragen möchte, wer ein Thema hat oder wer mitmachen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen. 

Medialine: Das ist ein schönes Schlusswort. Vielen Dank für eure Impulse und eure wichtige Arbeit, und danke für das Gespräch!  

Isabel Burkert-Götzinger: Wir haben zu danken!  

Leonie Seidel: Vielen Dank für das angenehme Gespräch, und nochmal Danke für das Spotlight für unser Netzwerk! 

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